Berichterstattung über Flüchtlinge und Asylbewerber*innen (A31-DE)

Beschreibung

Diese Übung konzentriert sich auf die Stärkung der Menschenrechtsperspektive in den Medien. Insbesondere sollen keine Hassreden gegen Flüchtlinge und Asylsuchende in Zeitungen, im Radio und Fernsehsendern verwendet werden.

  • Sprache
  • Deutsch
  • Kategorie
  • Kommunikation
  • Gruppengröße
  • Kleine group
  • Dauer
  • 60 min
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives

Zusammenfassung

Diese Übung konzentriert sich auf die Stärkung der Menschenrechtsperspektive in den Medien. Insbesondere sollen keine Hassreden gegen Flüchtlinge und Asylsuchende in Zeitungen, im Radio und Fernsehsendern verwendet werden.

Stichwörter

Hassreden, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, medienkritische Analyse, Journalistenverband

Ziele

  • lernen, wie man über Flüchtlinge und Asylsuchende berichtet
  • sich der Bedeutung verantwortlichen Handelns bewusst werden, um nicht zu Hassreden beizutragen
  • Medienvertreter*innen zu zeigen, dass in den traditionellen Medien eine andere Art der Kommunikation möglich ist
  • Verschiedene Medienwerkzeuge erforschen

Teilnehmer*innen

Medienvertreter*innen

Beschreibung

Analysieren Sie die letzten drei Nachrichten, die verschiedene Mitglieder der Gruppe im letzten Monat über Migration und Flüchtlinge veröffentlicht haben. Füllen Sie einen Fragebogen aus, um die folgenden  Hauptideen zu vergleichen und einander gegenüberzustellen:

 

  • Die Verwendung von Stereotypen, die Migrant*innen und Flüchtlinge als problematische Personen darstellen oder als Menschen sind, die Schwierigkeiten haben/bereiten, ohne auf die Ursachen oder den Kontext, in dem die Probleme auftreten, einzugehen.
  • Obwohl diese Personen die Protagonist*innen sind, werden sie in der Regel nicht als zuverlässige oder glaubwürdige Quellen angesehen.
  • Sie werden häufig als Bedrohung dargestellt (Lawine, Invasion usw.).
  • Ihre positiven Handlungen werden ignoriert, unterbewertet oder als Ausnahme dargestellt.
  • Behörden und Institutionen treten in den Medien mit paternalistischen Haltungen auf.
  • Fälle von Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus werden nicht als ein spezifisches Merkmal einer sozialen Gruppe dargestellt, sondern als "Antwort" auf die Forderungen von Minderheitengruppen.

 

Nachdem diese Informationen in einer kurzen Debatte (10 Minuten) ausgetauscht wurden, stellt der Moderator den Teilnehmer*innen verschiedene Fragen zu den Artikeln. Es ist wichtig, dass zumindest die folgenden Themen diskutiert werden:

 

  • Nutzung solider und ausgewogener Informationsquellen, dabei Gegenüberstellung institutioneller Informationen, Aufwertung der Informationen ethnischer Minderheiten und Pflege von Informationen aus den Herkunftsländern
  • Vermeiden Sie Verallgemeinerungen, dramatische Formulierungen und Vereinfachungen
  • Vermeiden Sie negative und sensationelle Informationen
  • Berücksichtigen Sie, wo / wann / in welchem Medium Informationen platziert werden
  • Journalist*innen und Kommunikator*innen müssen eine Position zugunsten einer bereichernden und nutzbringenden multikulturellen Perspektive für die Arbeit in der Gesellschaft einnehmen
  • Ein Mensch ist niemals illegal, vermeiden Sie deshalb die Verwendung von Begriffen wie „Lawine“ und verwenden Sie niemals "leiden" oder "ertragen".
  • Geben Sie eine (möglichst) genaue Zahl der Betroffenen an.
  • Beachten Sie die Würde der Migrant*innen und Flüchtlinge, ohne ihre Probleme zu verharmlosen.
  • Wägen Sie ab zwischen dem Respekt der Privatsphäre und einer Meldung.
  • Es ist wichtig, Daten aus zuverlässigen Quellen zu verwenden, die den Kontext der Geschichte unterstützen, Fotos, die die Nachrichten vermenschlichen, oder Visualisierungen wie Infografiken zu verwenden, die die Botschaft vervollständigen.
  • Verwechseln Sie nicht Flüchtlinge mit Migrant*innen, auch wenn sie oft dieselben sind. Verwenden Sie den Begriff "Flüchtling" nur dann, wenn es die Nachrichten wirklich erfordern.
  • Vermischen Sie nicht islamischen Terrorismus und Flüchtlinge.
  • Vermeiden Sie Stereotypen und Verallgemeinerungen, die in der Regel auf Vorurteilen beruhen, die auf Diskriminierung basieren. Manchmal wird die Klassifizierung der Person, die kriminelle Handlungen begangen hat, nach Nationalitäten, ethnischen Gruppen oder Kultur verwendet, was zu nationalen oder kulturellen Stereotypen führen kann.
  • Bei der richtigen Verwendung von Bildmaterial muss man bei der Auswahl und Behandlung von Bildern vorsichtig sein, da sie oft eine informative, analytische und redaktionelle Funktion erfüllen.
  • Die Regeln über den Kinderschutz und das Recht auf Ehre, die persönliche Privatsphäre und das Bild selbst müssen respektiert werden.
  • Im Falle von Minderjährigen sind die gesetzlichen Vertreter*innen dafür verantwortlich, die Verwendung von Bildern zu genehmigen.

Material

Fragebögen (es ist wichtig, vorher die Anzahl der Teilnehmer*innen zu kennen) und Stift.

Powerpoint-Präsentation mit den Hauptaspekten, um während der Debatte tiefer einzusteigen.

Methode

Vorbereitungsphase: Alle Teilnehmer*innen sollten drei ihrer Artikel des letzten Monats auswählen, um sie während des Trainings zu verwenden. Der/die Moderator*in wird eine Powerpoint-Präsentation mit den wichtigsten Aspekten für die beiden Phasen entwerfen.

Erste Phase: Kritische Diskursanalyse, um Selbstanalyse, Selbsterforschung und Selbsterkenntnis zu schaffen.

Zweite Phase: Diskussion und Gespräch mit Feedback, Selbstanalyse, Selbstexploration, Selbsterkenntnis, etc.

Quellen

Beispiele dieser Methode finden sich auf folgenden spanisch-sprachigen Seiten:

https://www.spandalucia.com/el-spa-llama-a-la-responsabilidad-a-la-hora-de-informar-sobre-personas-refugiadas/

Erstellt durch

Universität Málaga (UMA), Ruth de Frutos

Kalender

Ankündigungen

  • - Keine Ankündigungen vorhanden -