Stressauslöser (A19-DE)

Beschreibung

Stressreaktionen haben wir von unseren Vorfahren wegen ihres schützenden Charakters geerbt. Zu deren Zeit war die Stressreaktion für das Überleben und die körperliche Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Bei der klassischen "Kampf- oder Fluchtreaktion", bei der Adrenalin, Cortisol und andere Stresshormone ausgeschüttet werden, mussten sich unsere Vorfahren entweder verteidigen oder fliehen.  Wir erleben heute die gleichen Reaktionen: Wenn ein belastendes Ereignis als traumatisch empfunden wird, reagieren Körper und Gehirn sofort, oft mit negativen Emotionen. Es ist also gut zu wissen, wie wir unsere äußeren und inneren Stressquellen erkennen können.

  • Sprache
  • Spanish
  • Gruppengröße
  • Individuell
  • Kleine group
  • Kategorie
  • Umgang mit Störungen
  • Dauer
  • 60 min
CC - Attribution-NonCommercial-NoDerivatives

Zusammenfassung

Stressreaktionen haben wir von unseren Vorfahren wegen ihres schützenden Charakters geerbt. Zu deren Zeit war die Stressreaktion für das Überleben und die körperliche Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Bei der klassischen "Kampf- oder Fluchtreaktion", bei der Adrenalin, Cortisol und andere Stresshormone ausgeschüttet werden, mussten sich unsere Vorfahren entweder verteidigen oder fliehen.  Wir erleben heute die gleichen Reaktionen: Wenn ein belastendes Ereignis als traumatisch empfunden wird, reagieren Körper und Gehirn sofort, oft mit negativen Emotionen. Es ist also gut zu wissen, wie wir unsere äußeren und inneren Stressquellen erkennen können.

Stichwörter

Stress, Auslöser, reaktives Nervensystem, Burnout, langanhaltender Stress

Ziele

Verstehen, wie sich Stress zeigt, wie Stressreaktionen ausgelöst werden und auf welche Weise die stresshemmenden Faktoren erkannt werden können

Teilnehmer*innen

Erwachsene, Jugendliche, sozial benachteiligte Gruppen, öffentliche Bedienstete, Verwaltungspersonal, Freiwillige in Nichtregierungsorganisationen

Beschreibung

1. Externe Stressfaktoren

a) Nehmen Sie ein Blatt Papier und notieren Sie fünf Kategorien. Führen Sie dann unter jeder dieser Kategorien die Stressfaktoren in Ihrem Leben auf.

b) Beobachten Sie sich selbst im Laufe des Tages (der Woche); merken Sie sich, wann Sie sich aufregen und was den Stress auslöst. Fügen Sie dies zu Ihrer Liste hinzu.

c) Notieren Sie alle Irritationen und Belastungen, mit denen Sie täglich zu tun haben, und schreiben Sie diese auf (fügen Sie sie der Liste hinzu).

d) Nehmen Sie jetzt einen körperlichen Stressfaktor auf, den Sie ändern oder beseitigen können. Ergreifen Sie Maßnahmen!

e) Wählen Sie dann den sozialen Stressfaktor aus und unternehmen Sie einen konkreten Schritt, um seine Auswirkungen auf Sie zu minimieren.

 

2. Interne Stressfaktoren

a) Wenn Sie das nächste Mal eine Stressreaktion haben, treten Sie zurück und analysieren Sie Ihre Gedanken über die Situation.

b) Prüfen Sie sich im Selbstgespräch und fragen Sie: "Warum ist das ein Problem für mich? Was regt mich auf?"

c) Gehen Sie dann tiefer und fragen Sie sich selbst:

- An was aus meiner Vergangenheit erinnert mich das?

- Welche Ängste, Überzeugungen, Unsicherheiten kann es hier in dieser Situation geben?

- Ist mein Selbstwertgefühl bedroht?

- Fühle ich mich eingeschüchtert?

- Fühle ich mich zurückgewiesen?

 

Fassen Sie zusammen; diese Erkenntnisse sind sehr hilfreich für das Verständnis von Stressreaktionen.

 

3. Wie kann ich mir selber helfen?

Entscheidend bei der Unterstützung von Stress- und Traumasymptomen ist, dass man tatsächlich lernt, seine vorhandenen Hilfsmittel zu identifizieren. Die folgende Übung lädt Sie ein, Ihre Auslöser zu benennen und anzugeben, welche Verbindungen Sie finden können, um sich selbst zu helfen.

Beispiel:

Ich bin mir bewusst, dass ich erstarre, wenn mich jemand anschreit.

Mein Auslöser ist: Wütende Person, die am Telefon schreit.

Meine Hilfsmittel sind: Lösen Sie sich von der Person und atmen Sie durch den Bauch ein.

Wie ich es schaffe: Sich daran zu erinnern, zu atmen und eine verärgerte Person nicht persönlich zu nehmen. 

 

Wählen Sie bitte für diese Übung mindestens 5 Auslöser auf Ihrer Liste und suchen Sie nach relevanten Hilfsmitteln.

 

Wenn Sie diese Übung als eine Gruppenübung durchführen, kann jede/r der Teilnehmer*innen einen Auslöser zusammen mit einem kurzen Strategieplan präsentieren. Der/die Kursleiter*in kann auf dem Poster eine mögliche Strategiesammlung notieren.

 

Wir schließen die Übung mit einer Diskussion und einem Feedback der Teilnehmer*innen ab. 

Material

Papier, Bleistift oder Kugelschreiber, Buntstifte

Methode

Selbstlernen, Selbsterfahrungstechnik, Selbsterkundung, Diskussion, Erfahrungslernen.

Ratschläge für Kursleiter*innen

Da es sich um eine ziemlich komplexe Übung handelt, ist es notwendig, ihre Durchführung gut vorzubereiten. Der/die Kursleiter*in sollte erfahren sein und über ausreichende Fähigkeiten verfügen, um mit der Kleingruppe und ihrer Dynamik zu arbeiten. 

 

Quellen

Angepasst von: Mischke-Reeds, M. (2018).  Somatic Psychotherapy Toolbox. Eau Claire, WI: PESI Publishing & Media, Inc.

Erstellt durch

Integra Institute (Sonja B. Eisenreich).

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